Kommilo · Stand: 30. Juli 2026
Kommilo ist die Plattform, über die Studierende Lernpartnerinnen, Lernpartner und Lerngruppen finden, sich austauschen und gemeinsame Aktivitäten organisieren. Nicht zum Daten, nicht zum Anbaggern, nicht zum Verkaufen.
Wir stellen die Vermittlung bereit — das Lernen selbst findet zwischen euch statt, in der Bibliothek, im Lernraum, in der Gruppe. Wir haben diese Plattform gebaut, weil viele Studierende allein sitzen, obwohl daneben jemand sitzt, dem es genauso geht. Damit das funktioniert, muss sich hier jede Person sicher fühlen können — besonders die, die sich anderswo unwohl fühlt.
Diese Regeln sind kurz und ernst gemeint. Wir setzen sie durch.
Sie sind zugleich der verbindliche Teil unserer Nutzungsbedingungen, in dem wir offenlegen, wie wir Inhalte prüfen und welche Maßnahmen wir ergreifen (Art. 14 der Verordnung (EU) 2022/2065 — Digital Services Act). Ergänzend gelten die AGB und die Datenschutzerklärung.
Kommilo ist ausschließlich für Studierende. Du brauchst eine E-Mail-Adresse deiner Hochschule. Adressen von Gmail, Outlook, GMX und ähnlichen Anbietern werden abgelehnt.
Du darfst:
Wer die Hochschule verlässt, verliert das Postfach — und damit den Zugang. Das ist so gewollt.
Zum Mindestalter: Kommilo richtet sich an volljährige Studierende. Wer noch nicht 18 ist, darf Kommilo nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten nutzen. Sexualisierte Ansprache gegenüber Minderjährigen führt ausnahmslos zum sofortigen und dauerhaften Ausschluss und wird zur Anzeige gebracht.
Das ist der Sinn der Sache:
Lernpartnerinnen und Lernpartner finden · Lerngruppen gründen und beitreten · Aktivitäten
organisieren · Fragen stellen und erklären · Unterlagen teilen, wenn du darfst · dich über
Studienerfahrungen austauschen.
Das ist es ausdrücklich nicht:
Kommilo ist keine Dating-App. Keine Anmache, kein Flirten, keine Crush-Nachrichten, keine „Ich hab dich in der Vorlesung gesehen“-Nachrichten.
Wenn jemand deutlich macht, dass er kein Interesse hat, ist das Gespräch beendet. Weiterschreiben ist ein Verstoß. Es gibt kein „nur einmal noch“.
Bei diesen Dingen gibt es keine Verwarnung und keine zweite Chance. Wer das tut, ist sofort und dauerhaft draußen — und kann sich mit derselben Hochschuladresse nicht neu anmelden.
| Verstoß | Was gemeint ist |
|---|---|
| Gefährdung Minderjähriger | Jede sexualisierte Ansprache oder Kontaktaufnahme gegenüber Minderjährigen |
| Sexuelle Belästigung | Sexuelle Nachrichten, Nacktbilder, Aufforderungen dazu, sexualisierte Kommentare über eine Person |
| Intimaufnahmen ohne Einwilligung | Verbreiten intimer Bilder oder Videos anderer Personen |
| Drohung | Ankündigung von Gewalt oder Schaden, auch „im Spaß“ |
| Nötigung | Jemanden unter Druck setzen, erpressen, zu etwas zwingen |
| Veröffentlichung privater Daten | Adresse, Telefonnummer, Stundenplan, Fotos oder Chatverläufe anderer ohne deren Zustimmung |
| Betrugsversuch | Geldforderungen, gefälschte Angebote, Zahlungsaufforderungen außerhalb der App |
Bei Straftaten behalten wir uns vor, Anzeige zu erstatten und Beweismittel zu sichern. Bei konkreten Anhaltspunkten für eine Straftat, die das Leben oder die Sicherheit einer Person bedroht, unterrichten wir die zuständigen Behörden (Art. 18 DSA).
Beleidigungen oder Herabwürdigungen wegen Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder Alter führen beim ersten Mal zu einer Sperre von sieben Tagen, beim zweiten Mal zum dauerhaften Ausschluss.
Das ist härter als eine Verwarnung, weil es hier nicht um einen Ausrutscher geht.
Bei folgendem gilt: zwei Verwarnungen, beim dritten Mal 18 Stunden Sperre.
Wer danach erneut auffällt und bereits zwei Sperren hatte, wird dauerhaft ausgeschlossen.
Verwarnungen verfallen nach 180 Tagen. Wer sich ein halbes Jahr an die Regeln hält, fängt sauber an. Wir wollen niemanden dauerhaft an einem schlechten Tag festhalten.
Weil du ein Recht darauf hast, das zu wissen (Art. 14 Abs. 1 DSA):
Automatische Vorprüfung. Nachrichten und Beiträge laufen durch eine automatische Erkennung, die auf Beleidigungen, sexualisierte Ansprache, Kontaktdaten und Spam-Muster achtet. Diese Erkennung kann eine Nachricht blockieren oder eine Verwarnung auslösen.
Sie ist nicht fehlerfrei. Automatische Systeme verstehen Ironie, Zitate und Fachsprache oft falsch. Deshalb gilt: Gegen jede automatisch getroffene Entscheidung kannst du verlangen, dass ein Mensch sie überprüft (Art. 22 DSGVO). Wie das geht, steht in Abschnitt 11.
Menschliche Prüfung. Meldungen anderer Nutzender sowie alle dauerhaften Sperren werden von einer Person geprüft, nicht von einem Automaten.
Kein Mitlesen. Der Nachrichtenbereich ist derzeit deaktiviert. Sobald er verfügbar ist, gilt: Wir lesen private Nachrichten nicht anlasslos mit. Ein Mensch sieht einen Verlauf nur, wenn er gemeldet wurde oder die automatische Erkennung angeschlagen hat — und dann nur den betroffenen Ausschnitt.
Maßstab. Wir entscheiden sorgfältig, sachlich, ohne Willkür und verhältnismäßig, unter Beachtung der Rechte aller Beteiligten — insbesondere der Meinungsfreiheit (Art. 14 Abs. 4 DSA).
Damit du weißt, worauf du dich einlässt:
Das ist kein Zufall. Ranglisten und Beliebtheitswettbewerbe machen genau das kaputt, was wir hier wollen.
Du darfst nur teilen, was du teilen darfst.
Unterlagen sind nur für Mitglieder derselben Modulgruppe sichtbar, lassen sich nicht herunterladen und nicht weitergeben. Halte dich trotzdem an die Regeln — die Technik ersetzt kein Urheberrecht.
Bei jedem Beitrag, Kommentar und Profil gibt es eine Meldefunktion. Du kannst außerdem jederzeit an safety@kommilo.app schreiben — auch ohne Konto.
Damit wir schnell entscheiden können, brauchen wir:
Was dann passiert (Art. 16 DSA):
Meld nach bestem Wissen. Wer die Meldefunktion wiederholt missbraucht, um andere zu schikanieren, verstößt selbst gegen diese Regeln.
Die gemeldete Person erfährt nie, wer sie gemeldet hat.
Du kannst jede Person blockieren. Du siehst ihre Beiträge dann nicht mehr, und sie erscheint dir nicht mehr in Vorschlägen. Die Blockierung gilt auf allen deinen Geräten.
Wenn dich jemand bedrängt, verlass dich nicht auf Blockieren, sondern melde die Person. Meldungen führen zu Sperren, Blockieren nicht.
Du kannst jede Gruppe und jeden Chat jederzeit verlassen. Kostenlos, ohne Begründung, ohne dass es jemand erfährt.
Wenn es dir gerade nicht gut geht
Manche Dinge gehören nicht in eine App, sondern zu einem Menschen.
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 — kostenfrei, rund um die Uhr, auch anonym
- Psychosoziale Beratung deines Studierendenwerks — kostenfrei für Studierende
- Bei akuter Gefahr: 112
Wenn du eine Meldung in der Kategorie „Selbstgefährdung“ abgibst, schaut ein Mensch darauf. Wir behandeln das nicht automatisch.
Wenn ihr euch persönlich trefft:
Kommilo vermittelt Kontakte, ist aber bei Treffen nicht dabei und kann für das Verhalten anderer Personen außerhalb der App nicht einstehen. Pass auf dich auf.
Wenn wir einen Beitrag entfernen, unsichtbar schalten oder dein Konto sperren, bekommst du eine Mitteilung mit:
Das ist keine Freundlichkeit, sondern dein Recht aus Art. 17 des Digital Services Act.
Du kannst innerhalb von 14 Tagen widersprechen: safety@kommilo.app
Nenne Datum und Kategorie aus der Sperrmeldung und schildere deine Sicht. Ein Mensch — kein Automat — sieht sich das an, und du bekommst eine begründete Antwort. Wenn wir uns geirrt haben, heben wir die Maßnahme auf und löschen die Verwarnung.
Unser Widerspruchsverfahren nimmt dir nichts. Du kannst dich unabhängig davon wenden an:
Kommilo ist ein Kleinstunternehmen. Ein förmliches internes Beschwerdemanagementsystem und außergerichtliche Streitbeilegung nach Art. 20 und 21 DSA sind für Anbieter dieser Größe nicht vorgeschrieben (Art. 19 DSA). Das oben beschriebene Widerspruchsverfahren bieten wir freiwillig an — und wir halten uns daran.
Eine dauerhafte Sperre bedeutet:
Das ist Absicht. Wer jemanden bedroht oder belästigt hat, soll nicht am nächsten Tag wieder neben dieser Person sitzen.
Wie wir das technisch machen, ohne deine Adresse zu speichern: Wir bewahren keine E-Mail-Adresse gesperrter Konten auf, sondern nur einen Prüfwert — eine Einwegverschlüsselung mit einem geheimen Zusatzwert. Daraus lässt sich deine Adresse nicht zurückrechnen. Er wird nach drei Jahren gelöscht. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.
Guthaben. Bei einer Sperre verfällt vorhandenes Guthaben nicht automatisch. Bei einer Kündigung aus wichtigem Grund, den du zu vertreten hast, besteht allerdings kein Anspruch auf Erstattung, soweit das im Einzelfall nicht unbillig wäre (§ 13 Abs. 6 AGB). Melde dich in jedem Fall: kontakt@kommilo.app
Wesentliche Änderungen kündigen wir mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an — mit Hinweis darauf, was sich ändert und wie du widersprechen kannst. Einzelheiten regelt § 14 der AGB.
Redaktionelle Korrekturen und Klarstellungen nehmen wir ohne Ankündigung vor. Das Fassungsdatum oben zeigt dir immer, welche Version gerade gilt.
Behandle die Leute hier so, wie du behandelt werden willst, wenn du allein an einem Tisch sitzt und dich niemand traut anzusprechen.
Fragen zu diesen Regeln: kontakt@kommilo.app
Meldungen und Widersprüche: safety@kommilo.app
Fassung vom 30. Juli 2026 · Kommilo, Inhaber: Samih Fawal
Kommilo ist ein unabhängiges, privates Projekt und steht in keiner Verbindung zur Technischen Universität Braunschweig oder zu anderen genannten Hochschulen. Die Nennung von Hochschulnamen dient allein der Beschreibung.